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Das war der Norden

13.-16.April



Nach knapp acht Monaten hier in Togo, haben wir es endlich geschafft auch unser eigenes Land mal zu bereisen!
Togo ist auf ganz Afrika gesehen ein sehr kleines Land, geographisch gesehen eigentlich nur ein sehr schmaler Streifen, der sich vom SĂŒden aus 550 Kilometer in den Norden erstreckt. Und doch kann man hier viele spannende Sachen entdecken. Wir vier, Darius, Amelie, Benoit und ich haben dafĂŒr unsere kleinen RucksĂ€cke gepackt und dann ging es letzten Sonntag frĂŒh morgens los mit einem Reisebus, wie wir sie auch aus Deutschland her kennen. Der erste Halt sollte Kara sein. Ja und das war so eine Sache in Kara... :-D
Angekommen haben wir uns eine Herberge gesucht und nach dem zweiten Anlauf auch gleich eine mit freien Zimmern gefunden. Doch was wir nicht wussten war, dass mit der Polizei hier vor Ort wohl angeblich ganz und gar nicht zu scherzen sei was die Zimmeraufteilung anbetrifft. Es war zumindest nicht möglich, dass die zwei Jungs sich eines teilen. Da klÀrte uns die gute Herbergen Besitzerin gleich auf und mit der Polizei wolle sie sich ja nicht anlegen. Gesagt getan war das jetzt auch nicht weiter schlimm... und es war auch eigentlich eine ziemlich witzige Situation aber da merkt man find ich ganz deutlich, dass hier noch oder einfach ein anderes Denken in den Köpfen ist. Auch oben in Dapaong haben wir es dann erlebt, dass ein Zimmer gleichgeschlechtlicher Aufteilung etwas mehr kostet.
Nachdem diese Angelegenheit zumindest geklĂ€rt war ging es dann weiter und wir haben eine kleine Tour durch Kara gemacht, hauptsĂ€chlich aus dem Grund etwas zu Essen und Trinken zu finden... Und das war dann der nĂ€chste kleine Eckpunkt. Es ist nĂ€mlich durchaus schwer oder schwer fĂŒr uns gewesen in Kara etwas Ordentliches zu Essen zu finden... und so waren wir mehr oder weniger ungewollt eine ganz schöne Weile unterwegs. Lustig waren auch immer die Bars an denen groß RESTAURANT-CAFE-BAR ausgeschildert war, in denen es dann aber doch nichts zu Essen gab oder auch Bars mit unglaublich langen Speisekarten, was schon ganz afrika-untypisch war, wo es im Endeffekt dann aber doch nur zwei Sachen zum AuswĂ€hlen gab. Doch mit einem humorvollem "C'est Kara!" haben wir das alles nicht allzu ernst genommen. ;-)
Am nÀchsten Morgen ging es dann auch schon weiter, raus aus Kara, weiter in den Norden. In Bafilo haben wir uns die Herstellung von Stoffen angeschaut.

...und gleich anprobiert.


Dann waren wir in Tamberma, einem UNESCO-Dorf, in der die Menschen eine fĂŒr die Region charakteristische Bauweiseihrer HĂ€user haben.



Auch waren wir an der Gedenkstelle des damaligen PrÀsidenten Eyedema.

(Bild fehlt leider =/ )

(ausfĂŒhrlichere Informationen hat dazu Darius, http://dariustogo.wordpress.com)
Kleine Reifenpanne irgendwo im nirgendwo war auch dabei.



Am Ende des Tages kamen wir dann schließlich sehr staubig im nĂ€chsten Ort an. Da wir schon so gut wie alle Besichtigungen (Achtung, das hört sich jetzt zu negativ an) abgeklappert haben, haben wir dann doch beschlossen einfach direkt weiter zu fahren. Und zwar nach Dapaong die grĂ¶ĂŸte Stadt ganz im Norden gelegen. Nachdem wir uns in der Herberge mit dem schönen Namen Africa Princess die dickste Staubschicht die ich je hatte von der Haut geschrubbt haben sah es mit dem Essen ein weiteres Mal leider nicht ganz so problemlos aus. Doch auch nach drei Stunden Warten hat das PĂąte, wofĂŒr das Maismehl noch extra vom Chef persönlich von zu Hause geholt wurde, sehr gut geschmeckt. Am nĂ€chsten Tag konnten wir eine wunderschöne Aussicht genießen und haben die Grotten von Nagou besichtigt.




Schließlich ging es abends dann von ganz oben wieder runter in den SĂŒden, nach LomĂ©. Und selbst oder eben gerade diese Fahrt wollte nochmal seine eigene Geschichte schreiben. Dies bahnte sich schon an als wir vor dem kleinen Minibus standen. Jedoch nicht allein, leider... Vor unseren Augen fĂŒllte sich der Kleinbus in Windeseile mit nicht zu verachtenden, recht fĂŒlligen (das ist noch untertrieben...) afrikanischen, muslimischen Mamas. FĂŒr uns schien eigentlich kein Platz mehr da zu sein, doch hier in Afrika, glaube ich, gibt es den Ausdruck "kein Platz" manchmal einfach nicht. Und so wurden Amelie und ich noch an die Seiten gequetscht, zwischen Mama und Fensterscheibe "eingekuschelt" (dieses Wort klingt eindeutig noch zu positiv...). Benoit und Darius, als einzige MĂ€nnervertretung im vollgestopften Bus, durften sich auf den vorderen zwei PlĂ€tzen breit machen. Gut, nach einem letzten Gang in die Moschee konnte es dann endlich, dem Gott sei Dank, losgehen. Juche, das wird eine schöne Fahrt. Ich kann glaube ich sagen, hier platztechnisch schon viel erlebt zu haben. Doch das ĂŒberstieg mit Abstand meine bisherigen Erfahrungen. :-D Viel Schönreden kann ich da auch nicht mehr, angefangen von der rasanten Fahrweise des Fahrers, seine ausgelassene Tanz- und SingfĂ€higkeiten am Steuer, um wach zu bleiben und das aufgeregte Geschnatter der muslimischen Mamas. Doch um sieben Uhr morgens kamen wir alle heile an, das war die Hauptsache. Und wir waren froh wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen spĂŒren zu können.
Das war dann nochmal ein aufregender Abschluss einer ebenso aufregenden, knackigen, aber auch sehr schönen Togo-tour, die ich so schnell zumindest nicht vergessen werde.


- MarenW 2014-06-08

Kommentare



Uhii das hört sich richtig toll an. Du erlebst soo viel das freut mich richtig fĂŒr dich :) Ich wĂŒnsche dir noch ganz viel Spaß und freue mich schon riesig auf dich!!
Deine Sarah <3


- Sarah
2014-06-28 12:22:40

Liebe Maren,
schön, dass du noch Zeit hast
Land und Leute kennen zu lernen.
Ich glaube es ist schon ein richtiges Abenteuer dort so zu reisen. Alles Liebe
Deine Mama :)



- Sabine
2014-06-10 14:50:47

Wunderschön! Danke, dass du uns an deinen besonderen Erlebnissen teilhaben lĂ€sst! Ganz liebe GrĂŒĂŸe! Roselind


- Roselind
2014-06-08 22:10:18