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Auf nach Ghana!



Hallo,

nach l├Ąngerer Zeit in der ihr nichts von mir geh├Ârt habt kommt jetzt endlich mal wieder ein neuer Bericht. Mittlerweile ist schon wieder so viel Zeit vergangen... und so viel ist passiert. Um irgendwie mal anzufangen m├Âchte ich heute ├╝ber meine letzten zwei Reisen berichten. Beide Male ging es nach Ghana. Das erste Mal zusammen mit meinen Togofreiwilligen und das zweite Mal mit meiner Familie. Beide zwar unterschiedlich aber sehr sch├Ân! Und Ghana unterscheidet sich nochmal eindeutig vom S├╝den Togos, nicht nur was den sogenannten "Entwicklungsstand" angeht, auch in einigen Traditionen, sowie zum Beispiel dem Essen. ;) Dr├╝ben in Ghana angekommen war das schwierigste jedoch zun├Ąchst einmal das Englisch. Wir aus dem franz├Âsischsprachigen Togo waren in den ersten Tagen, in denen wir pl├Âtzlich wieder mit Englisch konfrontiert wurden, teilweise leicht ├╝berfordert. Das f├╝hrte auch zu der ein oder anderen witzigen Situation. :P Denn nach knapp sechs Monaten Franz├Âsisch ist so manch englische Vokabel nicht mehr wirklich drin. Selbst bei einfachen W├Ârtern brauchte man so seine Zeit zum Nachdenken. Doch nach ein paar verwirrenden Tagen und dem Kampf um die englischen W├Ârter kam man mit der Zeit dann doch ganz gut rein. Was jetzt nicht hei├čen muss das wir die Ghanaer gut verstehen konnten! Denn das blieb und bleibt f├╝r mich noch immer ein mittleres Ratespiel. Das ghanaische Englisch ist nochmal so anders.
Und auch auf dem Weg sollten sich uns noch so einige Hindernisse in den Weg stellen... Man glaubt es kaum, doch die Stra├čen Ghanas sind mit ihren vielen, tiefen Abflussl├Âchern echt gef├Ąhrlich. Da hat es das eine Mal auch einen von uns samt Rucksack niedergerissen. Und auch den Schaukeln in ghanaischen Hotels ist kein Vertrauen zu schenken. Ich w├╝rde euch f├╝r den Fall einmal in Ghana unterwegs zu sein dringendst davon abraten eine zu benutzen! Doch alles in Einem, mit nur einem Verletzten, sind wir dann im Schnitt ganz gut davon gekommen.
An eine Sache an die man sich in Afrika auch unbedingt gew├Âhnen muss ist das Warten. Die Zeit ist einfach nicht so strukturiert und auf die Minute genau eingeteilt wie es bei uns im Norden der Fall ist. Das muss nat├╝rlich nichts Schlechtes hei├čen, das Umgehen mit der Zeit ist hier einfach ein anderes, was ich auch sehr gut und entspannt finde! Doch dadurch muss man dann auch mal in Kauf nehmen mehrere Stunden in einem Bus oder Kleinbus (hier in Ghana Trotro genannt) zu sitzen und darauf zu warten bis sich dieser f├╝llt und schlie├člich losf├Ąhrt. Damit ist diese Zeit nicht unbedingt verschenkt, da man so viele Bekanntschaften machen kann.
In Ghana haben wir das oft erlebt. Bei meiner ersten Ghanareise haben wir ehrlich gesagt die meiste Zeit damit verbracht, auf/ in einem Bus zu warten oder in einem fahrenden zu sitzen. Doch daf├╝r haben wir aber auch sehr viel von Ghana gesehen, und damit mein ich jetzt nicht nur aus den Fensterscheiben der Busse!
Zum Beispiel waren wir in dem Nationalpark oben im Norden Ghanas und haben Affen, Krokodile und afrikanische Elefanten ganz nah gesehen.




Und auch das Schlafen auf einem Dach in einem kleinen, muslimischen Dorf namens Larabanga war ein kleines Erlebnis.




Es war sch├Ân die anderen Freiwilligen unserer Organisation nach langer Zeit mal wieder zu sehen. In der ersten Woche sind wir rumgereist und haben die anderen Volont├Ąre besucht, sodass wir sehen konnten wie sie so leben und klarkommen. In der zweiten Woche hatten wir dann unser Zwischenseminar in Krokrobite, einem kleinen Dorf direkt am Meer gelegen.

 Dach_3  Dach_4
(Sorry, dass die Bilder so klein und nicht vergr├Â├čerbar sind, Maren schickt sie mir hoffentlich nochmal in gro├č ;))

Kurz nachdem wir wieder in unser vertrautere Togoheimat kamen sollte es f├╝r mich dann aber auch gleich weiter gehen. Nach gut einer Woche stand mein Papa hier auf der Bastmatte. (beziehungsweise lag dann nachts:P) Insgesamt fand ich den Besuch sehr sch├Ân und auch wichtig f├╝r mich! Auch wenn es teilweise etwas stressig war alles zu organisieren, man einen kleinen Spagat zwischen der jetzigen, neuen Welt hier und einem St├╝ck meiner alten zu machen, war es doch eine sch├Âne Erfahrung, auf die ich jetzt gern zur├╝ckblicke! Ich freue mich, dass mein Vater dies alles hier und somit ein St├╝ck weit auch mich sehen und erleben konnte! In der ersten Woche sind wir noch zusammen in Togo herumgereist und in der zweiten ging es dann r├╝ber ins Nachbarland Ghana, wo wir dann meine Cousine, meine Tante und eine Freundin getroffen haben. Man glaubt es kaum, doch wir haben es tats├Ąchlich an einem Tag und noch vor dem Sonnenuntergang geschafft von Lom├ę aus 500 Kilometer in das ganz westlich, bei Takoradi gelegene Ezile Bay zu kommen. Dieser lange und abenteuerliche Weg von einem Trotro ins andere hat sich letztendlich aber wirklich gelohnt! Ezile Bay ist eine kleine, wundersch├Âne und ruhige Bucht, umgeben von kleinen Fischerd├Ârfchen. Nach ein paar Tagen ging es dann wieder weiter ├Âstlich nach Cape coast und Krokrobite. Das war ganz lustig weil ich genau dort auch schon damals mit meinen Togofreunden gewesen bin. Aber dieses Mal, mit der Familie war es nat├╝rlich nochmal wieder ganz anders! Ich habe die vielen Gespr├Ąche abends und auch den Tag ├╝ber wirklich genossen. Ingesamt hat alles gut geklappt. Ein paar Verluste sind zwar immer mal mit dabei, wie zum Beispiel leider auch mein vom Hund als Spielknochen entwendeter Flipflop, doch insgesamt gehe ich davon aus, dass wir alle mehr gewonnen haben. Ich konnte viel lernen. Und es war sch├Ân mal wieder ein bisschen was aus Deutschland mitzukriegen. Auch wenn es mir hier in Togo wirklich so gut geht, dass ich mit Grauen daran denke schon die Halbzeit ├╝berschritten zu haben, haben mir diese zwei Wochen wirklich gut getan und mir viel gegeben, was ich nicht unbedingt erwartet h├Ątte. Danke f├╝r die Zeit! :)

Gestern hatte ich einen wirklich sch├Ânen Geburtstag! Ein gro├čes Dankesch├Ân geht aber auch nach Hause, an alle, die gestern an mich gedacht haben. Ich hab mich sehr ├╝ber die Gl├╝ckw├╝nsche gefreut.



Viele liebe Gr├╝├če aus dem S├╝den,

sendet eure Maren


- MarenW 2014-04-09

Kommentare



Liebe Maren,
wieder ein sch├Âner Bericht!
Ich feue mich ,dass es dir so gut geht, auf den Bildern siehst du richtig gl├╝cklich aus. Alles Liebe Deine Mama


- Sabine
2014-04-14 09:21:13

euer Kommentar
es istimmer eine gro├če freute
wen wieder post von dir da
ist danke f├╝r die bilder
und den sch├Ânen bericht.alles
liebe oma .


- br├╝sewitz
2014-04-13 12:26:06

Liebe Maren, es hat mir wieder viel Freude bereitet, deine Zeilen zu lesen! Liebe Gr├╝├če! Rosi


- Roselind
2014-04-11 18:50:18