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Unser neues zu Hause -

Angekommen in dem kleinen Dorf namens Djékotoé (die ersten beiden Tage)



Samstag, der 12. Oktober 2013

Nun war der Tag angebrochen an dem es in die D√∂rfer gehen sollte. F√ľr Seraina und mich hie√ü es nun also auf nach Dj√©koto√©! Die Koffer waren gepackt, letzte Besorgungen abgeschlossen und nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen mit unseren beiden Mitfreiwilligen Darius und Amelie (die nebenbei gesagt in einem anderen Dorf arbeiten) warteten wir gespannt darauf, wie es weitergeht und was uns demn√§chst erwarten w√ľrde.
Schlie√ülich sind wir samt Gep√§ck und Nahrungsproviant in ein Taxi gestiegen, welches uns zur Bushaltestelle gebracht hat. Nach kurzer Zeit kam dann der Kleinbus mit dem es weiter gehen sollte. Das ganze Gep√§ck wurde kurzerhand und wie es hier so √ľblich ist auf das Dach geschnallt und mit einem Netz befestigt. ;)

Als es dann nach einem kurzen Geruckel beim Anfahren losging, die Sonne stand schon tief am Himmel, f√ľhlte ich mich f√ľr einen kurzen Augenblick an meinen letzten Urlaub in Griechenland erinnert, indem man auch samt Gep√§ck in der letzten Reihe eines kleinen Busses sa√ü. Nur um zu merken, dass es diesmal doch vollkommen anders war! :P
Nach einer knappen Stunde geteerter Stra√üe fing es ganz pl√∂tzlich an zu ruckeln und zu poltern, sodass man st√§ndig hin und her geschaukelt wurde. Als dieser Zustand dann andauerte, gen√ľgte ein kurzer Blick auf die Stra√üe um die Ursache auszumachen. Tausende Schlagl√∂cher waren zu erkennen, denen der Bus das ein oder andere Mal versuchte auszuweichen. Sp√§testens jetzt merkte man dann endg√ľltig; Das ist Afrika und wir befinden uns in einem Bus auf dem Weg nochmal ein anderes, d√∂rfliches Togo kennen zu lernen! Ich war so gespannt. ;)
Je n√§her wir uns dem Dorf n√§herten, desto schmaler und von Gr√ľnzeug √ľberwucherter wurde die Stra√üe. Mittlerweile war auch die Sonne untergegangen und bis auf ein schwaches Mondlicht und das Scheinwerferlicht des Busses blieb ringsum alles stockdunkel. Und schlie√ülich, schneller als erwartet, kamen wir dann an.
Und nun zu unserem neuem Heim. Unser kleines Häuschen besteht aus drei Räumen, zwei kleineren, von denen ich und Seraina uns eins als Schlafraum teilen und einem davorliegendem, größerem Vorraum, indem alle möglichen Sachen verstaut werden.[ Foto: Haus]Das dritte, kleine Zimmer gehört Eddie, ein Mitglied der JSA, der uns bei der Arbeit im Kindergarten hilft und den wir in einer recht kurzen Zeit schon ziemlich lieb gewonnen haben.
[Foto:Eddieh] Im Gegensatz zu unserer damaligen Unterkunft in Lom√© haben wir hier keinen abgeschlossen Hof, sondern teilen uns diesen mit anderen Dorfbewohnern. Man hat jetzt nicht mehr allzu oft seine Ruhe, doch es wird zumindest nie langweilig! Es ist immer jemand da oder kommt uns besuchen, wenn das mal nicht der Fall sein sollte dann sorgen die vielen H√ľhner und Ziegen der Grandmère f√ľr Trubel und Unterhaltung. :P

Sonntag, der 13.Oktober 2013

Heute, nach der ersten Nacht auf der Bastmatte (was gar nicht so schlimm ist und woran man sich erstaunlich schnell gewöhnt), war der erste Tag an dem wir unser neues zu Hause Djékotoé nun auch bei Licht sehen sollten.
Und ich wurde wieder einmal, √§hnlich wie es mir ganz zu Beginn in Lom√© erging von meinen ersten Eindr√ľcken √ľberw√§ltigt. Eine solche Idylle erbot sich vor meinen Augen. Die rote Erde, die ebenfalls rotbraunen Lehmh√ľtten (die so ganz hierher zu passen scheinen), die D√§cher aus Palmenwedeln, die runden Formen und warmen Farben, die schmalen Wege durch das Dorf hindurch, die niedrigen Decken, das satte Gr√ľn an der ein oder anderen Stelle, sowie unser breiter, von Holszt√§mmen gest√ľtzter Mangobaum. Man kann in dieser Einfachheit eine echte Sch√∂nheit entdecken. Wie ein harmonisches Zusammenspiel von den H√§usern, den Menschen, der Sonne, der Erde, der Landschaft, der Gegenst√§nde und der Tiere. Es passt alles so gut zusammen! Ich konnte und kann manchmal immer noch nicht glauben, dass ich hier ein gutes halbes Jahr verbringen werde, Tag f√ľr Tag. Das ist einfach zu unglaulich! Und schon bald w√ľrde das alles f√ľr mich allt√§glich werden. Doch zun√§chst befand ich mich zusammen mit Eddih, Elias und Seraina auf einer Rundtour durch Djekoto√©. Und was f√ľr eine Tour das war! Wir sind von Haus zu Haus gegangen, um die Dorfbewohner zu begr√ľ√üen. Hier ist es (√ľber das leider l√§sst sich nun streiten :P) so √ľblich, dem Gast zun√§chst einen Togo-Gin anzubieten. Und aus H√∂flichkeit sollte man diesen lieber nicht ablehnen. ;)
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie es uns nach dem zehnten Hausbesuch erging. Und besonders zum Ende hin wurde es dann zunehmend schwerer sich mit den Französisch- und den nur sehr wenigen Ewékenntnissen durchzuschlagen... :P [Tour]


- MarenW 2013-11-05

Kommentare



Endlich ein neuer Bericht :-)
Wow, das klingt unglaublich!
Bleibst du bis August in dem Dorf oder geht's danach nochmal woanders hin? Hab gerade bei Google Maps das Dorf gesucht, aber nicht gefunden...
W√ľnsche dir eine tolle Zeit dort! Schick nochmal ein paar Bilder :-)
Ich vermisse und dr√ľcke dich :*


- Lise
2013-11-06 08:05:55