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├ťber den gro├čen Markt von Lom├ę, das Handballspielen, das traditionelle Gericht namens Fufu, einen besonderen Strand...

und dar├╝ber, wie es weitergeht ;)



Hallo meine Lieben,

Ich meld mich heut mal wieder zur├╝ck aus Togo und hab schon wieder viel zu viel zu erz├Ąhlen. ;) Anfangen m├Âchte ich mit dem gro├čen Markt von Lom├ę. Es ist jetzt zwar schon einige Zeit her, doch vergessen werde ich dieses Erfahrung, das erste Mal dort gewesen zu sein, wohl nie.
Ich muss grad ziemlich lange ├╝berlegen, wie ich den Markt am besten beschreiben. F├╝r mich war es beim ersten Mal eine totale Reiz├╝berflutung -Ja ich glaub das dr├╝ckt mein Empfinden zu der Zeit ganz gut aus! ;)
Die ├╝berf├╝llten Stra├čen, die vielen St├Ąnde an den Stra├čenr├Ąndern mit allen m├Âglichen Sachen von Klamotten ├╝ber Kochutensilien bis hin zu Nahrungsmitteln und vieles mehr, dann ab und zu mal ein Auto, welches sich den Weg durch die von menschen├╝berf├╝llte, breite Stra├če zu bahnen versucht. Man kommt demnach nicht schnell vorw├Ąrts, aber doch mussten wir m├Âglichst rasch vorankommen, was auf kurz oder lang nur im G├Ąnsemarsch, hintereinander aufgereiht, einigerma├čen funktionieren konnte. Man konnte die einem nur vorstellbaren, unterschiedlichsten Ger├╝che wahrnehmen und alles in Einem waren diese oftmals nicht gerade angenehmen. Vielleicht auch gerade eben weil sie in der Situation so geballt auf einen einwirkten. Auch die lebenden Tiere in K├Ârben auf den K├Âpfen vieler Frauen und an sich Fleisch und Fisch war f├╝r mich ja... ich sag mal spannend so zu sehen.
Nachdem Darius ein Paar Schuhe gefunden hatte, was zugegebenerma├čen echt ein kleiner Akt war, sind wir zu einem Stand gegangen an dem wir M├Ądels uns einen Stoff f├╝r ein Kleid und eine Hose kaufen wollten. Das darauf erfolgende, stressige Aussuchen und Hin-und-Her-├ťberlegen hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Die Stoffe und auch die daraus geschneiderten Anziehsachen sind sch├Ân und dabei auch ├╝berhaupt nicht teuer. ;-)

Neulich habe ich endlich mal das hier so traditionelle Fufu gegessen. Fufu ist eine Art Brei aus gestampften Jamwurzeln. Es ist eins der wichtigsten Grundnahrungsmittel hier in Togo und kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden, da es keinen wirklichen Eigengeschmack enth├Ąlt. Allein die Zubereitung ist interessant, da die gekochten Jamwurzeln in einer gro├čen Holzsch├╝ssel von jeweils zwei Menschen gestampft werden. Dabei wird dann immer abwechselnd mit einem gro├čen Holzstiel auf den Brei eingestampft, bis dieser eine bestimmte Konsistenz erreicht.
Wir haben Fufu mittags mit einer Erdnusssauce und H├╝hnchen gegessen. Mein Lieblingsessen wird es vielleicht nicht aber schlecht ist es auch nicht!! ;)

Ob viele von euch es glauben wollen oder nicht, letzten Samstag habe ich hier in Togo Handball gespielt! :) Obwohl Handball nicht zu den beliebtesten Sportarten Togos z├Ąhlt (Fu├čball ist hier die dominierende Sportart), so gibt es doch ein Lyc├ęe hier in Lom├ę, in dem unter anderem Handball angeboten wird. Wie es dazu kam, dass ich mich dann fr├╝hmorgens um halb sieben auf einem riesig gro├čen Sportplatz wiederfand, war eher spontan und kurzfristig geplant. Und das war auch gut so - sonst h├Ątt ich mir wahrscheinlich doch wieder zu sehr den Kopf zerbrochen und h├Ątt mich wom├Âglich am Ende doch nicht getraut da ganz ohne meine Mitfreiwilligen hinzufahren. :P Schlie├člich sa├č ich dann hinter Enos auf dem Motorrad und es ging Richtung Sportplatz. Nach gut einer viertel Stunde Fahrtzeit sind wir angekommen. Der Anblick der mir sich dann bot war ├╝berw├Ąltigend. Ein riesig gro├čer Sportplatz, so weit das Auge nur reicht mit tausenden Menschen, die gemeinsam Sport machen, plaudern und Spa├č haben. Was mir als erstes auffiel waren die zwei gro├čen geteerten Pl├Ątze auf denen sich Jung und Alt zusammenfanden, um verschiedene Gymnastik├╝bungen zu machen. Egal ob dick, d├╝nn, durchtrainiert oder nicht so durchtrainiert, klein gro├č, jung oder alt - Jeder konnte sich hier sportlich bet├Ątigen! Es war eine bunte Mischung aus jeder Altersklasse und ich meine bemerkt zu haben, dass das Miteinander, der Spa├č, die Freude, das Beisammensein und das Treffen vieler verschiedener Menschen viel offensichtlicher zu erkennen war, als es eventuell in Deutschland der Fall gewesen w├Ąre. Einfach so von der Atmosph├Ąre, f├╝r jeden war etwas dabei, wer wollte konnte sich hier richtig austoben oder einfach mal so ein paar Runden joggen. Es waren auch erstaunlich viele V├Ąter oder M├╝tter zusammen mit ihren Kindern hier!
Neben einer Laufbahn, einem Volleyball-, Basketball- und Fu├čballfeld konnte ich dann schlie├člich auch das Handballfeld mit zwei Toren auf betoniertem Boden entdecken. Da hier jedoch die Gymnastikstunde noch voll im Gange war, sind wir erst mal ein paar Runden auf der Laufbahn gejoggt. Schlie├člich war der Platz frei, wobei es jedoch noch einige Zeit dauerte bis es letztendlich anfing. In der Zwischenzeit hatte man sich dann ein bisschen warm gemacht und ich bekam kurzzeitig das Gef├╝hl vielleicht doch lieber wieder nach Hause zu fahren, da ich nur Jungs und M├Ąnner auf dem Platz entdecken konnte... :b Doch das w├Ąre dann ja auch nicht der Sinn der ganzen Sache gewesen, also blieb ich und mit der Zeit sind zum Gl├╝ck auch noch ein paar M├Ądchen gekommen. Zwei Jungs- und eine M├Ądchenmannschaft wurden gebildet und dann ging's auch schon los. Es war nicht grad anspruchsloses Handballspielen, es waren echt gute Spieler dabei! Nach einer kurzen Eingew├Âhnungszeit (Sie war wirklich sehr kurz, da hier alles viel lockerer genommen wird) hat es mir auch ziemlich Spa├č gemacht! Und man konnte dabei auch noch viele neue Bekanntschaften schlie├čen. ;-)
Insgesamt hat es gut getan nach Langem mal wieder Sport zu machen, obwohl es nach einiger Zeit f├╝r mich Wei├čnase in der Sonne und bei dem Klima dann doch etwas zu viel wurde. :b Ich staune immer dar├╝ber was f├╝r eine Kondition die Afrikaner haben m├╝ssen, obwohl vieles wahrscheinlich auch Gew├Âhnung ist. Letzte Woche haben wir uns ein Fu├čballspiel in Lom├ę angeschaut. Gespielt wird im Gegensatz zu Deutschland auf losem Sand, auf dem an einigen Stellen die Spieler fast knietief versinken konnten. Ist mal ein Tor gefallen, wurde sich dann so sehr gefreut, dass viele kurzerhand aufs Spielfeld gerannt sind, aufeinander st├╝rmten und sich zusammen mit den Spielern gefreut haben. Nach f├╝nf Minuten ging es dann ganz normal weiter - und das in der prallen Nachmittagssonne auf dem sandigen Untergrund. Da war man schon froh, gem├╝tlich, am Rand zusehen zu d├╝rfen. ;)
Von einer Sache m├Âchte ich euch noch kurz berichten, obwohl ich grad schon wieder merk viel zu viel geschrieben zu haben. :D Doch gestern waren wir mit Ben, einem Freund aus Deutschland, an einem ├╝berwachten Strand hier in Lom├ę und haben dort ein uns ganz unbekanntes "Togo" kennengelernt... Und zwar war es touristisch angelegt, was man in Togo nicht oft zu Gesicht bekommt, da es hier an sich nicht viele Touristen gibt! Am Anfang hat man sich auch echt komisch gef├╝hlt. Ich mein, man ist hier in Togo, Afrika und geht dann in eine Anlage die so ganz un├Ąhnlich zu Togo ist. Au├čerdem war es merkw├╝rdig wieder so viele Yovo's (Wei├če) auf einmal zu sehen. :D Und doch war es ein sehr sch├Âner Nachmittag! Das erste Mal im Meer zu schwimmen war total sch├Ân und das ging hier ganz gut, da in weiter Entfernung ein paar Steine als Staudamm aufgereiht wurden. Normalerweise kann man n├Ąmlich, es sei denn man ist ein bisschen lebensm├╝de, nicht im Meer schwimmen. Die Str├Âmung und die Wellen sind daf├╝r einfach viel zu stark/ zu gro├č.

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass ich noch gar nichts von der Arbeit im Kindergarten erz├Ąhlt habe. :b Das hat den Grund, dass wir doch erst diesen Samstag in die D├Ârfer fahren. Urspr├╝nglich war der letzte Samstag geplant, doch es gab zwischenzeitlich Probleme mit der Regierung hier in Togo. Diese weigerte sich die ├Âffentlichen ├ämter zu bezahlen, sodass es seitens des ├Âffentlichen Amtes, demnach unter anderem der Lehrer/innen und Kinderg├Ąrtner/innen, zu einem Streik kam. Daher hat sich der Schul- und Kindergartenbeginn eine Woche nach hinten verschoben. Gestern gab es ein gro├čes Treffen zwischen beiden Parteien und es wurde gl├╝cklicherweise eine L├Âsung gefunden. :-) Und so geht es schon morgen los, der Kindergarten beginnt dann am Mittwoch. Ich bin schon sehr gespannt was uns da erwarten wird und wir wissen jetzt auch endlich in welches Dorf wir gehen werden! Seraina und ich werden uns morgen in das D├Ârfchen Dj├ękoto├ę aufmachen. Also, bis bald, ihr werdet von mir h├Âren!
Entschuldigung an alle, denen ich in letzter Zeit nicht oder nicht regelm├Ą├čig geschrieben habe beziehungsweise schreiben konnte! Auch wenn's hier sehr sch├Ân ist, fehlt ihr mir doch alle ziemlich... Doch nun hei├čt es erstmal Sachen packen und in den hoffentlich richtigen Bus nach Dj├ękoto├ę einsteigen. ;)

Bis bald
Eure, an euch denkende Maren


- MarenW 2013-10-12

Kommentare



NeGeu├čuer Kommentar
gru├č von Oma ich bin sehr
froh das es dir gut geht
ich denke viel an dich .
bass sch├Ân auf dich auf.
Oma.


- Carle -Br├╝sewitz
2013-11-11 22:23:39

Liebe Maren, wie immer lesen wir ganz begeistert deine spannenden Berichte. Mach weiter so!!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Gr├╝├če, heute von Kiel nach Togo,

deine Oma Kiel, Margret, Dani und Ado

Auch Maria aus der Slowakei, die Oma betreut, gr├╝├čt dich herzlich!



- Adolf
2013-10-19 17:49:58

Liebe Maren, es hat mir wieder viel Spa├č gemacht, deinen Bericht zu lesen!
Liebe Gr├╝├če!


- Roselind
2013-10-15 20:32:22

Neuer Kommentar
Liebe Maren,

mit Spannung lese ich Deine tollen Berichte.
So k├Ânnen wir ein wenig Deine aufregenden
Geschichten miterleben. Bin gespannt wie es in Eurem Dorf ist. Ich denke oft an Dich !

Ganz liebe Gr├╝├če
Deine Silvia


- Silvia Sander
2013-10-14 12:01:38