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Ein Monat ist vergangen



Bereits seit einem Monat bin ich hier in Togo. Ein Monat und ich hab mich schon so an alles hier gew├Âhnt. Obwohl wir im Moment noch nicht allzu viel an einem Tag machen, vergehen sie wie im Flug. Sodass ich mich auch grad im Moment frage wo dieser eine Monat so schnell hin ist.
Man hat bis jetzt schon so viel Neues erleben und erfahren d├╝rfen. Mit den Menschen hier versteht man sich immer besser und man bekommt mit jedem Tag ein St├╝ckchen mehr Einblicke in diese einem zuvor so fremd erscheinende Kultur. Man lernt dieses kleine, westafrikanische Land Togo mit der Zeit immer besser kennen und sch├Ątzen. Ich bin wirklich sehr froh hier zu sein!
Nat├╝rlich denkt man auch oft zur├╝ck an die Heimat und w├╝nscht sich das ein oder andere Mal kurz dort zu sein. Doch auch hier f├╝hlt man sich mittlerweile fast wie zu Hause und genie├čt die Zeit und die besonderen Momente. Oft habe ich mich gefragt wie es gehen kann, sich so unglaublich schnell an alles zu gew├Âhnen, sich so schnell einzuleben. Und ich denke einen gro├čen Beitrag dazu leisten die Menschen, die ich hier bisher kennen gelernt habe. Denn auch wenn vieles anders ist, Menschen sind im Gro├čen und Ganzen ├╝berall auf der Welt gleich. Die Menschen in Lom├ę haben, wenn auch auf einer etwas anderen Ebene, dieselben Probleme wie wir Europ├Ąer!

Bisher kam es schon ├Âfters vor, dass man besondere Momente erlebt. Ich m├Âchte nun versuchen euch diese, f├╝r mich so besonderen Momente zu beschreiben und zu erkl├Ąren. Sie kommen gelegentlich einfach so ├╝ber einen und es muss auch gar nicht unbedingt so sein, dass man dabei etwas ganz Au├čergew├Âhnliches erlebt oder erf├Ąhrt. Manchmal sind einfach kleine Dinge, die Stimmung oder irgendetwas Anderes, ich kann das nicht in Worte fassen, der Ausl├Âser f├╝r so einen Augenblick! Und vielleicht gibt es f├╝r manche Dinge, wie so etwas, auch gar keine passenden Worte! Letzten Donnerstagabend, zu viert auf der R├╝ckbank eines Autotaxis, hatte ich so einen Moment. Zuvor hatten wir uns mit Ben, einem Mitarbeiter des Sozialen Friedensdienstes, der momentan zum Reisen hier in Togo ist, getroffen und zusammen in einer Bar einen netten Abend verbracht. Dann, w├Ąhrend der R├╝ckfahrt im Taxi, das n├Ąchtliche Lom├ę flie├čt an einem vorbei, wurde ich von eben diesem bestimmten Gef├╝hl gepackt. Man f├╝hlt sich, als bef├Ąnde man sich in einer anderen Welt, man schwebt, ist ├╝berw├Ąltigt von dem, was die Sinne in dem Augenblick wahrnehmen. Gestern haben wir Ben, einen togolesischen Freund von ihm und alle JSA-Mitglieder zu uns nach Hause eingeladen und einen togolesischen Salat mit H├╝hnchen zubereitet. Ratzfatz war unser kleiner Innenhof gef├╝llt mit vielen gut gelaunten Menschen. Es wurde gegessen, getrunken und nach togolesischer Art zu zwei Tamtams getanzt und gesungen. Das, interessante Gespr├Ąche und eine kleine Wasserschlacht zwischendurch haben sehr Spa├č gemacht! So im Mondschein, zur Musik, unter einem sternenklaren Himmel, zusammen mit all den anderen, war er dann wieder da; dieser Moment! :-)

Ihr kennt sicherlich auch so besondere Augenblicke und man sollte sie ausnahmslos genie├čen, egal in welcher Lebenssituation man sich zu der Zeit befindet, wie es einem vorher oder auch nachher ergehen wird. Kommt so ein Moment auf einen zu sollte man ihn im Hier und Jetzt leben, damit man ihn nie vergessen wird. Denn das macht das Leben aus und wenn ich so ├╝berlege auch meine bisherige Zeit hier in Togo.
Ich hoffe es wird noch viele dieser Momente f├╝r jeden von uns allen geben. :-)

Bis bald, eure Maren


- MarenW 2013-10-07

Kommentare



Hallo Maren=)
Caro hat mir den Link zu deinem Blog geschickt,und als ich die Berichte las,fand ich die sehr sch├Ân zu lesen:)
Ich hoffe du hast noch viel Spa├č in Togo:)
Marisa


- Marisa(Freundin von Caro:) )
2013-10-09 19:55:41

Liebe Maren, es ist sehr ber├╝hrend, was du schreibst und du hast so recht! Ich finde es wunderbar, dass du es so siehst! Liebe Gr├╝├če!


- Roselind
2013-10-08 22:11:15