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Besuch beim Dorfchef, togolesische Namen und Fotos von unserer Umgebung in Lomé



Gestern haben wir den Dorfchef des Viertels von Lomé in dem wir zurzeit leben kennengelernt.
Der Dorfchef wird hier auch Togbui (das ist Ewé) genannt und trägt den Namen Saka.
So sind wir morgens, nach unserem alltäglichen Ewé-Unterricht, mit den Jungs der JSA los, um den Togbui Saka zu begrüßen. Schnell merkten wir, dass er gar nicht weit von unserer Unterkunft sein Haus bezieht, quasi "fast um die Ecke wohnt".


Im Innenhof seines Hauses befand sich eine Art runder Pavillon. Und dort, auf einem Stuhl, erwartete uns auch schon der Togbui Saka. Man begrüßt den Dorfchef, indem man eine kurze Verbeugung vollführt. Nach dieser offiziellen Begrüßung, die aus Verbeugung und Händeschütteln besteht, haben wir auf den Bänken Platz genommen. Sam, Leiter der JSA, stellte sich und die Organisation kurz vor. Und so ging es danach reihum, jeder stellte sich mit Namen vor.
Dabei ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass jeder der JSA-Mitglieder eine Vielzahl von Namen trägt. Und im Gegensatz zur deutschen Namensgebung, haben hier die meisten Namen eine tiefere Bedeutung. Ganz oft ist es zum Beispiel von Bedeutung an welchem Wochentag man geboren ist. Dementsprechend bekommt man dann einen Namen, welcher nicht der erste sein muss! Ist man ein Mädchen und an einem Sonntag geboren, so lautet der Name "Kossi-wha". Ist man, wie ich, an einem Montag geboren, so erhält man als Mädchen den Namen "Djowha".
Aber nun zurück zum Besuch beim Togbui; der Togbui hörte sich unsere Vorstellungsrunde geduldig an und grüßte noch einmal jeden von uns. Danach wurde noch kurze Zeit geredet. Allerdings auf Ewé, sodass wir vier nicht wirklich viel/ beziehungsweise gar nichts verstehen konnten. :P Denn Ewé zu hören ist meiner Meinung nach sogar fast noch schwerer als es letztendlich auszusprechen. Zum Schluss - wie es sich gehört - wurde dem Togbui ein kleines Geschenk überreicht. Als Geschenk eignet sich hier, so wie es auch anderorts ist, so gut wie immer eine Flasche Schnaps, zum Beispiel Togo-Gin. ;) Nach einem kurzen Abschied waren wir dann nach einem dreiminütigem Fußmarsch auch schon wieder in unserem schönen, altbekanntem zu Hause.
Und jetzt kommen nochmal ein paar Bilder von der direkten Umgebung unserer Unterkunft hier in Lomé. Damit ihr euch noch ein bisschen mehr und besser vorstellen könnt wie es hier bei mir zu Hause so aussieht. ;-)


- MarenW 2013-10-02

Kommentare



Hallo Maren,
gerade hat Oma Kiel deine Berichte interessiert gelesen!
Ganz liebe Grüße aus der Graf-Spee-Strasse von Oma Kiel, Carolina und Papa.
PS: Wir bleiben weiter bei deinem schönen Namen Maren, `Djowha` kann man auch kaum aussprechen :)


- Oma Kiel, Caro und Papa
2013-10-05 16:28:30